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Coaching Glossar

L

Langzeitgedächtnis

Der permanente und theoretisch unbegrenzte Wissensspeicher. Hier werden Informationen von Minuten bis zu Jahren und sogar lebenslang gespeichert. Man unterscheidet zwischen dem semantischen Gedächtnis für die Speicherung von Faktenwissen (Hauptstädte, Pflanzennamen) und dem episodischen Gedächtnis für die Speicherung persönlich erlebter Erfahrungen.

Leadership Coaching

Ein Coaching für Führungskräfte, bei dem der Coach ihnen dabei hilft, ihre Führungsrolle herauszuarbeiten und Führungskompetenzen weiterzuentwickeln.

leading

engl.: „führen“, bezeichnet das Führen anderer Menschen und spielt eine wichtige Rolle im Coaching. Pacing und Leading in der Gesprächsführung bedeutet, abwechselnd mit dem Gesprächspartner mitzugehen und ihn zu führen. Führung funktioniert ausschließlich wechselseitig, also nur dann, wenn eine Person sich führen lassen möchte.

Legasthenie

lat „legere“: lesen, „asthéneia“ = Schwäche; auch Lese-Rechtschreibschwäche genannt, bezeichnet eine deutliche und langanhaltende Störung des Erwerbs der Schriftsprache bei normalem Intelligenzquotient. Legastheniker haben Probleme bei der Umsetzung der gesprochenen zur geschriebenen Sprache und umgekehrt.

Life Coaching

Coaching, bei dem der Coach Menschen bei generellen Fragestellungen der persönlichen Lebensführung begleitet und unterstützt.

Limbisches System

Teil des Gehirns, der eine wichtige Rolle bei der Verarbeitung von Emotionen, Gedächtnis, Schmerz, vegetativen Funktionen und bei der Triebsteuerung spielt. Es kann als Zentralstelle des endokrinen (Drüsen-), vegetativen und psychischen Regulationssystems bezeichnet werden – alle einkommenden Informationen von externen und internen Reizen passieren zuerst diese Funktionseinheit des Gehirns, bevor sie in die nachgeschalteten Areale weitergeleitet werden. Dies ermöglicht ein schnelles Reagieren auf emotional relevante Reize und erklärt, warum automatische Schutzfunktionen wie das Wegspringen vor einem Auto vor der bewussten und willentlichen Entscheidungsfindung eintreten – denn der visuelle Reiz durch das heranfahrende Auto wurde bereits vom limbischen registriert und als gefährlich bewertet, bevor die Information den präfrontalen Kortex (sog. Kontrollzentrum des Gehirns) erreichte. Das Limbische System veranlasst weiterhin die Ausschüttung von körpereigenen Morphinen und Endorphinen und spielt so eine wichtige Rolle bei der Schmerzverarbeitung. Es besteht aus phylogenetisch alten Anteilen der Großhirnrinde und subkortikalen Strukturen, u.a. dem Hippocampus, Gyrus Cinguli und der Amygdala (Mandelkern). Die enge Zusammenarbeit dieser Teile erklärt z.B., warum emotional intensive Erlebnisse besser im Gedächtnis eingespeichert werden.

Linguistisch

„Lingus“ (lat.) = Zunge, Sprache. Linguistisch bedeutet sprachlich.

Logische Ebenen (Logical Levels)

Die Logischen Ebenen aus Robert Dilts Modell beschreiben 6 hierarchisch strukturierte Kategorien des menschlichen Erlebens (Umwelt, Verhalten, Fähigkeiten, Glaubensätze, Identität, Zugehörigkeit, Sinn / Spiritualität), bei denen die oberen Ebenen die unteren Ebenen organisieren. Dabei ist eine Ebene der Person umso unbewusster, je höher die Ebene liegt. Die logischen Ebenen werden vom Coach genutzt, um im Coaching Ziele oder Vorstellungen auf unterschiedlichen Ebenen zu erfassen.

Lösungsorientiertes Interview

Ressourcenorientiertes Fragesystem im Coaching, das folgende Schritte beinhaltet:

  1. Zieldefinition
  2. Kontext spezifizieren
  3. Schritte/Unterziele benennen
  4. Ökonomie
  5. Ökologie
  6. Metaziel
  7. Ressourcen aktivieren
  8. Positive Absichten würdigen
  9. Werte und Motivation
  10. Sinnespezifisch konkretes Zielerleben

Das Lösungsorientierte Interview dient dazu, Ziele zu konkretisieren, dem Klienten das Erleben der antizipierten Veränderung möglichst nahe zu bringen und ihm zu helfen, sich seiner Ressourcen bewusst zu werden.

M

MBTI

Myers-Briggs-Typ-Indikator (nach Katharine Briggs und Isabel Myers); bezeichnet eine Persönlichkeitstypologie, die als psychologisches Werkzeug zur Einschätzung der Persönlichkeit dient.

Mediation

lat.: „Vermittlung“; bezeichnet ein strukturiertes Verfahren zur konstruktiven Beilegung eines Konfliktes, bei der ein neutraler Mediator (Vermittler) den beiden Konflikparteien hilft, zu einer gemeinsamen Übereinstimmung zu kommen. Mediationsfähigkeit kann in einem Coaching trainiert werden.

Meta Ebene

Bezeichnung für eine übergeordnete Sichtweise, bei der Menschen Dinge von außen betrachten und kaum persönlich involviert sind. Der Coach sollte immer wieder auf die Meta-Ebene zurückkommen, um sich auf den Prozess des Coachings konzentrieren zu können, ohne direkt involviert zu sein.

Meta-Modell der Sprache

Das Meta-Modell der Sprache beschreibt, wie der Therapeut über spezifische Fragetechniken solche Informationen bewusst machen und sammeln kann, die auf dem Weg von der inneren Repräsentation zur sprachlichen Äußerung verloren gegangen sind. So kann der Therapeut oder Coach mit Hilfe des Meta-Modells dem Klienten helfen, die ursprünglich erlebte Erfahrung wieder zugänglich machen und neu zu deuten.

Meta-Modell-Verletzungen

Meta-Modell-Verletzungen sind Satzkonstruktionen, die inhaltlich und/oder semantisch keinen logischen Sinn ergeben oder nicht vollständig sind, z.B. komplexe Äquivalenz („Er bringt mir keine Blumen mehr mit, also liebt er mich nicht mehr“), Universalquantifikator („Niemand achtet darauf, was ich sage“); Gedankenlesen („Er mag mich nicht“) etc.

Metapher

griechisch: „Meta“ = über, „phero“ = tragen; Eine Metapher ist eine rhetorische Figur, bei der die Bedeutung eines Wortes in einen anderen Kontext übertragen oder in einen Vergleich gestellt wird, z.B. in Form einer Geschichte, eines Märchens, Witzes etc. Metaphern können zur bildlichen Veranschaulichung vom Coach verwendet werden.

Milton-Modell

von Grindler und Bandler erstellter Überblick über Milton Ericksons typische Sprachmuster, welchem beim Coaching eine große Rolle zukommt. Dabei werden Meta-Modell-Verletzungen bewusst eingesetzt, um dem Zuhörer weitestmöglichen Spielraum für die Bedeutungsinterpretation zu lassen und seine Widerständen zu umgehen. Desweiteren wird ein permissiver Sprachstil verwendet, viele Metaphern angeboten und versteckte Anweisungen und Vorannahmen eingewoben, um gezielt Veränderungen zu bewirken.

Mitarbeiterführung

umfasst alle Maßnahmen von Vorgesetzten, welche auf die Kommunikation, Kooperation und Koordination der Mitarbeiter eines Unternehmens einwirken. Dazu werden bestimmte Führungsinstrumente eingesetzt, um festgelegte Führungsziele zu erreichen.

Mitarbeitergespräch

Gespräch zwischen Führungskraft und Mitarbeiter, das in regelmäßigen Abständen oder bei Bedarf geführt wird. Inhalte sind dabei häufig Zielvereinbarungen, Leistungsbeurteilung, Weiterbildung, Feedback, offene Fragen etc. Als Struktur für das Gespräch dienen der Führungskraft in der Regel Checklisten, Leitfäden, oder Formulare.

Mobbing

engl.: „to mob“ = angreifen, anpöbeln. Bezeichnung für ein Verhalten, bei dem eine bestimmte Person oder Personengruppe regelmäßig schikaniert, gequält und seelisch verletzt wird. Mobbing kann in der Schule, am Arbeitsplatz, in Sportvereinen, in Gefängnissen, Altersheimen, im Internet etc. auftreten und hat oft schwere psychische Folgen für die Opfer. Typische Mobbing-Handlungen umfassen das Verbreiten falscher Tatsachen über die Person, Gewaltandrohung, verbale Erniedrigungen und soziale Isolation.

Myostatiktest

Muskeltest zur Erhebung des aktuellen Stressniveaus im Körper. Beim Myostatiktest schließt der Proband Daumen und Zeigefinger zu einem Ring zusammen und hält diesen mit maximaler Kraft zusammen, während der Coach versucht, die Finger auseinanderzuziehen. Über die unmittelbare Muskelkraft kann abgelesen werden, ob ein Reiz (z.B. ein bestimmtes Wort, eine Substanz, ein Gedanke) im Nervensystem Stress erzeugt: Der ausgelöste Stress äußert sich in einer temporär herabgesetzten Muskelkraft, sodass der Tester den Ring aus Daumen und Zeigefinger leichter öffnen kann, wenn ein dem Probanden ein stressauslösnder Reiz präsentiert wird. Der Myostatiktest kann vom Coach eingesetzt werden, um stressbelastete Ereignisse eines Klienten zu testen, die außerhalb seiner bewussten Wahrnehmung liegen.

N

Negation

lat.: negare = verneinen. Negation bedeutet Ablehnung (z.B. moralischer Werte), Verneinung (z.B. von Aussagen), Aufhebung (z.B. von Konventionen). Im Coaching ist darauf zu achten, dass das Unterbewusste Negationen nicht als solche registriert, weswegen der Coach auf positive Aussagen („Ich möchte unbeschwert sein“ statt „Ich möchte keine Angst haben“) achten.

Neurobiologie

Die Neurobiologie beschäftigt sich mit der Anatomie und den Prozessen des Nervensystems auf systemischer, zellulärer und molekularer Ebene. Sie untersucht phylogenetische (stammesgeschichtliche) und ontogenetische (individuelle) Entwicklungsprozesse des Nervensystems und erforscht die physiologischen Grundlagen von Lernen, Wahrnehmung und anderer psychologischer Prozesse.

Neurologische Ebenen

Neurologische Ebenen sind die neurologische Entsprechung der hierarchischen Kategorien von Gregory Bateson`s logischen Ebenen im menschlichen Nervensystem.

Neurophysiologie

Teilgebiet der Physiologie, dass sich mit der Funktionsweise des Nervensystems (neuro) beschäftigt. In der Neurophysiologie werden z.B. zellphysiologische Grundlagen von Nervenerregung und von Informationsübertragung zwischen Nervenzellen untersucht.

Neutralität

lat.: „ne-utrum“: keines von beiden; bezeichnet eine unparteiische Haltung, bei der man einen objektiven Standpunkt vertritt und keine von zweien Alternativen oder Parteien bevorzugt oder benachteiligt. Aus systemischer Sicht gibt es im Coach jedoch keine völlige Neutralität; vielmehr nimmt der Coach eine Haltung der Allparteilichkeit ein.

NLP

Neurolinguistische Programmierung beschreibt ein 1975 von John Grinder und Richard Bandler entwickeltes Konzept für Kommunikation und Veränderung. NLP untersucht die Muster („Programmierung“), die durch Interaktion des Gehirns („Neuro“), der Sprache („linguistisch“) und dem Körper kreiert werden und ein bestimmtes Verhalten zur Folge haben. NLP spielt im Coaching-Bereich eine große Rolle.

O

Oberflächenstruktur

Oberflächenstruktur bezeichnet in Chomskys Modell der Transformationsgrammatik die Ebene der konkreten sprachlichen Äußerung. Sie berücksichtigt Wortwahl und Syntax und ist im Gegensatz zu Tiefenstruktur bewusst.

Offene Fragen

Frageformat für Fragen, die nicht mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden können. Offene Fragen beginnen mit „Was“, „Wie“, „Wann“, „Wo“, „Welche“ und werden im Coaching den geschlossenen Ja-Nein-Fragen vorgezogen, da sie ressourcenorientierter sind und dabei helfen, neue Lösungswege und Denkräume zu öffnen.

Ökologie

Ökologie bezieht sich auf die systemischen Auswirkungen bei Veränderungsarbeit. Da ein Individuum in steter Wechselwirkung mit seinem System betrachtet wird, sollten bei der Zielsetzung vom Coach alle Systemelemente berücksichtigt werden, auf die sich die Zielerreichung auswirken kann, z.B. Familie, Freunde, Arbeitsumfeld etc.

Ökonomie

Ökonomie bezeichnet die Kosten-Nutzen-Rechnung bei der Erreichung von Zielen: Wie hoch ist der Nutzen im Vergleich zum erforderlichen Aufwand. Die Ökonomie ist vom Coach bei der Zielsetzung mit dem Klienten zu beachten.

Organigramm

Auch Organisationplan oder -stellbild, bezeichnet eine grafische Darstellung der Aufbauorganisation, mit welchem der Coach organisatorische Einheiten sowie deren Aufgabenverteilung und Kommunikationsbeziehungen ersichtlich machen kann.

Organisationsentwicklung (OE)

Prozessorientiertes Konzept zur Einführung und Umsetzung von geplantem sozialen Wandel in Organisationen, welcher eine erhöhte Effektivität der Organisation zu Folge haben soll und von einem Coach oder Trainer durchgeführt wird.

P

Pacing

wörtl.: „Schritt halten; den Schritt des anderen übernehmen“. Technik zur Herstellung von Rapport im Coaching, bei der das Verhalten des anderen verbal und nonverbal gespiegelt wird. Auf diese Weise kann der Coach Zugang zur Welt des Klienten eröffnet und zugleich eine Gleichheit signalisiert.

Palo Alto Group

Forschungsgruppe aus Psychiatern, Psychologen und Sozialarbeitern am Mental Research Institute in Palo Alto (Kalifornien). Das Institut wurde von Don D. Jackson gegründet, zur Forschergruppe gehörten u.a. Jay Haley, Virginia Satir, Paul Watzlawick. Ursprünglich wurde dort zum Thema Schizophrenie geforscht, später auch zu zu den Themen Kommunikation, Psychotherapie Systemtheorie und Familientherapie.

Paradoxe Intervention

Psychotherapeutische Methode der systemischen Therapie, durch die festgefahrene Sichtweisen erschüttert werden sollen, um Problemlösungen zu ermöglichen. Paradoxe Interventionen können vom Coach eingesetzt werden, um Alternativen zu herkömmlichen und unerfolgreichen Lösungsversuchen des Klienten zu bieten. Beispiele für paradoxe Interventionen sind Symptomverschreibungen („Bis zu unserer nächsten Sitzung dürfen Sie auf gar keinen Fall lernen“ oder „Was könnten Sie machen, um sich noch deprimierter zu fühlen?“), Reframing (positive Umdeutung des Symptoms), Rückfallvorhersage („Das schaffen Sie nicht dauerhaft“) und Utilisation eines Symptoms. Der dahinterstehende Gedanke ist, dass jedes Verhalten, auch negatives, seine soziale Funktion hat und zum Bestehen des Systems beiträgt. Durch die Symptomverschreibung soll dem Patienten die Funktionalität des negativen Verhaltens in seiner Paradoxie bewusst gemacht werden und ihm verdeutlichen, dass das Verhalten nicht unkontrollierbar ist, sondern vielmehr von ihm gesteuert werden kann.

Parasympathicus

Der Parasympathicus, auch Ruhenerv bezeichnet, ist ein Teil des vegetativen Nervensystems. Er fungiert als Gegenspieler des Sympathicus und innerviert solche Körperfunktionen, die der Regeneration des Organismus und dem Aufbau von Energiereserven dienen: Verlangsamung des Herzschlags, Erweiterung der Blutgefäße, Verstärkung der Darmtätigkeit, vermehrte Speichelproduktion, vermehrte Schleimsekretion in den Bronchien, Pupillenverengung etc. So sorgt der Parasympathicus für Erholung und Schonung. Dazu verwendet er den Neurotransmitter Acetylcholin. Der wichtigste parasympathische Nerv ist der Nervus Vagus.

Permissiv

Permissiv bedeutet „durchlässig, erlaubend“. Permissivität ist eine typische Eigenschaft von Milton Erickson`s Sprachstil. In der permissiven Sprache werden viele Konjunktive verwendet, wodurch dem Zuhörer immer ein Raum von Möglichkeiten und Erlaubnis eröffnet wird. Eine permissive Sprache ist somit eine einladende Sprache, die im Hypnocoaching eine große Bedeutung hat.

Personal Coaching

Coaching, das sich auf die Begleitung und Unterstützung zu privaten und persönlichen Anliegen spezialisiert. Mögliche Themen für ein Personal Coaching sind z.B. Sinnkrisen, problematische Beziehungen, Ängste, Blockaden und berufsbedingte Anliegen.

Personalentwicklung

Personalentwicklung umfasst die systematische Gestaltung von Maßnahmen und Prozessen, die darauf zielen, das Leistungs- und Lernpotential der Beschäftigten zu fördern. Personalentwicklung ist eine elementare Aufgabe von Führungskräften.

PET

positron emission topographie; Bildgebendes Verfahren, welches Schnittbilder von Gehirn erzeugt und dabei biochemische und physiologische Funktionen abbildet. Dazu wird in das untersuchte Organ eine leicht radioaktiv markierte Substanz injiziert, deren Verteilung mittels MET sichtbar gemacht wird. Auf diese Weise lassen sich aktive Areale mit einem erhöhten Stoffwechsel von weniger aktiven Arealen unterscheiden. Daher wird PET zu den Verfahren der funktionellen Bildgebung gezählt.

Präfrontaler Kortex

Teil des Frontallappens der Großhirnrinde, der sich an der Stirnseite des Gehirns befindet. Der präfrontale Kortex gilt als oberstes Kontrollzentrum für die Steuerung situationsangemessener Handlungen, der entscheidet, ob spontanen Impulsen und Trieben gefolgt wird oder nicht. Er stellt sozusagen den menschlichsten Teil des Gehirns dar, der die Persönlichkeit ausmacht und für bewusste Entscheidungen, Ethik- und Moral-empfinden verantwortlich ist. Er ist eng mit dem limbischen System, den sensorischen Assoziationsarealen und den Basalganglien verbunden. So kann er die verarbeiteten sensorischen Signale empfangen, mit Gedächtnisinhalten und emotionale Bewertungen aus dem limbischen System integrieren und daraus Handlungen initiieren. Eine Schädigung im präfrontalen Kortex hat Persönlichkeitsveränderungen zur Folge, die sich in Triebenthemmung, Missachtung sozialer Normen, und Unfähigkeit zur langfristigen Planung äußern können.

Priming

engl.: „Zündung“, beschreibt eine Art Bahnung von Assoziationen, also eine assoziative Voraktivierung von Teilen des semantischen Wissens durch einen Hinweisreiz (Prime). Durch den Prime wird die Aufmerksamkeit in eine bestimmte Richtung gelenkt und dadurch unbewusste physiologische Reaktionen, Haltungen und Emotionen aktiviert. Dies kann vom Coach im Coaching genutzt werden, z.B. Um dem Klienten in einen Lösungszustand zu versetzen.

Prokrastination

lat.: procrastinatio = Vertagung. Prokrastination wird auch als Aufschiebeverhalten, Erledigungsblockade oder Handlungsaufschub bezeichnet und beschreibt ein Verhalten, durch das notwendige Arbeiten immer wieder verschoben werden, anstatt sie zu erledigen. Mit dem Problem der Prokrastination kommen viele Klienten zum Coaching. Damit ein Verhalten als Prokrastination eingestuft wird, muss es kontraproduktiv, unnötig und verzögernd sein.

Psychische Umkehrung

bezeichnet Blockaden oder tief sitzende Sabotageprogramme, die der bewussten und absichtsvollen Zielerreichung im Weg stehen. Z.B. kann bei einem Klienten, der seit längerem seinem Ziel abzunehmen nicht näherkommt, die zugrunde liegende psychische Umkehrung lauten „Ich will nicht weniger essen“, weil sein Körper sich an das viele Essen gewöhnt hat und er dies als Normalzustand empfindet. Psychische Umkehrungen sind oft der Grund dafür, warum bestimmte Ziele und Absichten nicht erreicht werden können und müssen daher im Coaching ihre Berücksichtigung finden. Durch die Würdigung und Akzeptanz der Psychischen Umkehrung kann die Blockade aufgelöst und das Ziel zusammen mit dem Coach leichter erreicht werden.

Psychoedukation

„Psycho“ = Psyche, und „Edukation“ = Lehre; beschreibt die Schulung und Aufklärung von Klienten über die psychologischen Grundlagen bestimmter Verhaltensweisen, z.B. den Sinn und Zweck von Angstreaktionen. Die Psychoedukation kann als wichtige Intervention im Coaching dienen, um dem Klienten zu aufzeigen, dass sein Verhalten eine natürliche, normale und sogar im ursprünglichen Sinne sinnvolle Reaktionsweise des Körpers darstellt.

Psychoimmunologie

Interdisziplinäres Forschungsgebiet, das sich Wechselwirkung des Hormonsystems, des Nervensystems und des Immunsystems beschäftigt. Die Psychoimmunologie basiert auf der Beobachtung, dass Botenstoffe des Nervensystems das Immunsystem beeinflussen können und umgekehrt. Beispielsweise können Neuropeptide an Immunzellen andocken und so die Geschwindigkeit von Makrophagen (Fresszellen) beeinflussen.